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Georg Wacker begrüßt Stärkung der Realschulen

Pressemitteilung

03.05.2017

Georg Wacker begrüßt Stärkung der Realschulen

Unterschiedliche Kinder verdienen unterschiedliche Förderung

Der Landtag von Baden-Württemberg hat am 3. Mai eine Änderung des Schulgesetzes beschlossen, die zum Schuljahr 2017/18 in Kraft tritt und vor allem für die Realschulen eine deutlich spürbare Verbesserung mit sich bringen wird. „Verschiedene Kinder verdienen auch eine differenzierte Förderung,“ bringt der CDU-Landtagsabgeordnete Georg Wacker, früher Staatssekretär im Kultusministerium und federführend für den Bereich Bildung in den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen die beschlossenen Änderungen auf den Punkt. Damit werde ein für die CDU ganz wesentlicher Punkt aus dem grün-schwarzen Koalitionsvertrag umgesetzt.

„Die Realschulen sind seit jeher die Schule des Aufstiegs in Baden-Württemberg. Sie begleiten die Schülerinnen und Schüler sowohl auf dem Weg in die duale Ausbildung als auch in Kombination mit der beruflichen Schulbildung hin zur Hochschulreife und bis zum Studium.“ Besonders durch die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung unter Grün-Rot sei diese Schulform aber in den vergangenen Jahren unter Druck geraten, müsse sie doch mit aktuell ca. 19 Prozent Schülerinnen und Schüler mit Gymnasialempfehlung und 25 Prozent Schülerinnen und Schüler mit Haupt- und Werkrealschulempfehlung einer immer heterogeneren Schülerschaft gerecht werden.

„Mit dem neuen Konzept können die Realschulen flexibler auf die Schülerinnen und Schüler mit ihrer unterschiedlichen Leistungsfähigkeit eingehen,“ erläutert Wacker. Nach einer Orientierungsstufe in Klasse 5 und 6 auf Realschulniveau werden die Schüler entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit gezielt zum Hauptschul- bzw. zum Realschulabschluss geführt. „Hierzu dürfen die Realschulen künftig eigenverantwortlich neben der Binnendifferenzierung im Unterricht auch wieder Gruppen, Klassen oder Züge bilden, um bei Bedarf leistungsstärkere und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler in homogeneren Gruppen gezielter zu unterrichten.“

Die einzelne Schule vor Ort könne so künftig wieder ohne die unter einem SPD-Kultusminister beschlossenen starren Vorgaben flexibel auf die Zusammensetzung der Schülerschaft reagieren. Um dies umzusetzen, wird die Zahl der frei verfügbaren Poolstunden pro Zug bis zum Schuljahr 2020/21 stufenweise von derzeit acht auf 20 Stunden mehr als verdoppelt.

(rs)