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Vergleichsweise junges Team (Quelle: Weinheimer Nachrichten)

Das Fell wird schon verteilt, bevor der Bär erlegt ist. Die CDU ist jedoch sicher, sich mit einer überzeugenden Alternative von der politischen Konkurrenz abzuheben.


Auch wenn es ein Handicap gibt: Drei sichere Stimmenbringer - nämlich die langjährigen Stadträte Hilde Dugimont, Volker Eberle und Rainer Schulz-Bauerhin - ziehen sich aufs gremienfreie Altenteil zurück und kandidieren nicht mehr.

Dafür ist es der CDU gelungen, eine vergleichsweise junge Liste aufzustellen, deren Durchschnittsalter bei etwas über 42 Jahren liegt:
Jüngste Kandidaten sind der 23-Jährige Stellvertretende Vorsitzende Andreas Hühn und der 25 Jahre alte Manuel Dein, mit 74 Jahren Listensenior ist Hans-Werner Thron. Auffällig ist ein hoher Anteil von Kandidaten, die in den Vierzigern sind und mitten im Leben stehen.

Nur fünf der 22 Kandidaten sind weiblich, der Frauenanteil liegt damit bei noch nicht einmal einem Viertel. Michaela Zimmer diskutierte einleitend mögliche Erschwernisse bei der anstehenden Wahl.
Dabei handle es sich um den ersten Urnengang nach der Bürgermeisterwahl.
Vor 25 Jahren habe die Wahl von Volker Pauli zu einer "bürgerlichen Mehrheit" bei der folgenden Gemeinderatswahl geführt.
Heuer erwartet die CDUStadtverbandsvorsitzende keinen vergleichbaren Effekt, denn obwohl der von SPD, Pro Hemsbach und Grün-Bunter Liste unterstützte Kirchner die Wahl gewonnen habe, hätten die beiden bürgerlichen Gegenkandidaten zusammengenommen eine Mehrheit besessen.

Auch die Verringerung des Wahlalters auf 16 Jahren scheut die CDU nicht:
"Jugendliche wählen vernünftiger als mancher Erwachsene", sagte Zimmer.
Nach der Analyse kam die Ansprache an die Kandidaten: Fraktionschef Christian Falter, der wie seine Fraktionskollegen Bernhard Krug, Martin Schild und Herbert Schwöbel erneut zur Wahl antritt, machte dem neuen Team Mut für den Wahlkampf: "Ich freue mich darauf, das macht wirklich Spaß", sagte er und empfahl den Bewerbern bloß keine falsche Bescheidenheit an den Tag zu legen: "Ihr seid bereit, etwas für Hemsbach zu tun. Ihr braucht Euch nicht zu scheuen zu sagen: Wählt mich!"

Das kann tatsächlich jedem der 22 Kandidaten passieren. Anders als bei der politischen Konkurrenz gibt es bei der CDU nämlich keine echten Spitzenkandidaten.
Die Bewerberliste ist - wie seit 2004 bereits Tradition bei den Christdemokraten - alphabetisch sortiert.
Das legte die Versammlung in geheimer Wahl einstimmig fest.
"Wir haben keine Lückenfüller auf der Liste", sagte Vorsitzende Zimmer dazu. Die Wähler müssten sich mit allen Bewerbern auseinandersetzen. Zimmer verschwieg nicht den Nachteil: Es sei so schwerer gewesen, Kandidaten zu finden, denn jeder Bewerber müsse damit rechnen, tatsächlich gewählt zu werden.
Auf der anderen Seite kandidierten damit aber auch nur wirklich motivierte Bürger.
Das sind die Bewerber der CDU ganz sicherlich, wie eine kurze Kandidatenvorstellung zeigte. Die Wahl der Bewerber erfolgte en bloc und geheim. Die Stimmzählkommission aus Gisela Schulz-Bauerhin und Fokko Schild hatte leichte Arbeit.
23 Mitglieder waren anwesend, auf die Liste entfielen 23 Jastimmen.
Ginge es nach der Hemsbacher CDU, dann könnte dies bei der Gemeinderatswahl so weitergehen.
Doch vor den Erfolg hat der liebe Gott die Arbeit gesetzt: Am Mittwoch, 26. Februar, 19 Uhr ist ein weiteres Kandidatentreffen im Alten Rathaus angesetzt. Da sollen die Ziele für den Wahlgang am 25. Mai festgelegt werden.
(Quelle: Weinheimer Nachrichten)